Windgeschützt und doch erhaben blicken Gäste der Rosenalp nun über den Ort auf das dahinter liegende Bergmassiv. Die sorgfältige und liebevolle Auswahl der verwendeten Baumaterialien und der Ausstattung lassen das Wort „stilvoll“ als Untertreibung erscheinen. Funktionalität und Rückzugsmöglichkeiten vereinen sich auf dieser Fläche in, sprichwörtlich, entspannter Art und Weise.
Die Rosenalp-Online-Redaktion führte hierzu ein Gespräch mit einem Mitglied der Eignerfamilie, Restaurantchefin Sonja Schädler.
Rosenalp-Online-Redaktion: Frau Schädler, Ihre Familie hat mit der Umgestaltung des Hauses, und insbesondere des Küchen- und Restaurantbereiches, einen enormen Aufwand betrieben. Die neue Terrasse nimmt jetzt, in der Fläche, fast die Hälfte derer des Restaurants ein. Weshalb?
Sonja Schädler: Mit unseren Gästen teilen wir die Ansicht, an diesem Platz in Oberstaufen, über eine einzigartige Lage zu verfügen. Lange waren wir, allein aus logistischer Sicht, nicht in der Lage, dem Wunsch der Hotelgäste nach Gastronomie im Freien nachzugeben. Die alte, dem Restaurant vor gelagerte Loggia bot zu wenig Raum für Tische und Bestuhlung. Der Ausbau einer weiteren Fläche weiter vorn im Garten führte zu inakzeptablen Laufwegen.
Jetzt kann man, durch die Decken hohen Glastüren, die neue Terrasse von mehreren Stellen des Restaurants aus direkt betreten. Endlich können unsere Gäste, auch spontan, dort bewirtet werden. Dies wird bereits zu allen Mahlzeiten gern angenommen. So servieren wir schon seit dem Eintreffen des ersten Mobiliars das Frühstück, Mittag- und Abendessen, auf Wunsch, draußen. Die zunehmende Zahl unserer Fasten-Gäste wertet die gewählte Beschränkung, durch den Genuss ihrer Mahlzeiten im Freien, gerne auf.
Rosenalp-Online-Redaktion: Ihre Begeisterung ist spürbar, Frau Schädler. Auffallend ist auch die Linie der verwendeten Materialien. Angefangen von der Gestaltung der Fläche an sich, bis hin zur Ausstattung, dem Mobiliar, den Polstern...
Sonja Schädler: ...es ist der rote Faden, den unsere Stammgäste bereits kennen: „Mit allen Sinnen!...“ Natürlich haben wir unsere Liebe zur Natur und der Region, in der wir leben, neu interpretiert.
Es bleibt jedoch, durch die gesamte Neugestaltung; der Duft des Holzes, das Fühlen von Naturstoffen, wie Loden; der Sinn für Ästhetik, die Ruhe.
Man findet so etwas nicht im "Katalog". Alle Komponenten wurden, von meinem Mann Bernd, mir und der Familie, persönlich zusammengestellt.
Rosenalp-Online-Redaktion: Wir sitzen gerade auf dieser Terrasse und man kann sich dem, was Sie sagen, kaum entziehen. Dennoch: Ist nicht, durch die Vergrößerung der gesamten Gastronomie, der Garten beschnitten worden?
Sonja Schädler: Natürlich haben wir Ihre Befürchtung, noch vor Baubeginn, geteilt. Doch schauen Sie sich um: Man sitzt hier wie „in Abrahams Schoß“, der Terrassenbereich allein gibt genügend Lounging-Möglichkeiten her. Zudem erstreckt sich unser Gartenareal noch großzügig nach Osten. Der ganze Bereich nach Westen, beginnend von der Blockhaus-Sauna bis hin zum Freibad blieb unangetastet. Ich finde, dieser neue Raum fügt sich hervorragend in beide Richtungen ein. Und ich danke unseren Architekten für diese Lösung einer solch anspruchsvollen Aufgabe.
Rosenalp-Online-Redaktion: Das Wetter ist herrlich, der Blick ist traumhaft und ich folge Ihnen mit Überzeugung. Doch, was sagen Ihre Gäste über das neue, vielleicht ungewohnte Bild, das sich ihnen hier bietet?
Sonja Schädler: Für unsere Stammgäste war es ein gleichermaßen großer Schritt, wie es für uns einer war. Doch gerade bei den Stammgästen kommt die neue Terrasse sensationell an! Die freie, offene Zugänglichkeit, für Raucher die Gelegenheit sich, ohne Kontaktverlust, mal auszuklinken; Abends – halb drin, halb draußen – einen Aperitif zu nehmen, zu Essen, einen Drink zu genießen, Beweglichkeit, Leben. Der liebevolle Service, zu dieser Jahreszeit hier, teilweise noch mit Wolldecken versorgt zu werden...
Ich bin der Überzeugung, es ist nicht nur für unsere Gäste angenehmer geworden, sondern auch das Team steht hinter dieser Idee!
Rosenalp-Online-Redaktion: Hinter dem was hier geschaffen wurde, steht - neben allem Aufwand - vor allem Überzeugung. Wie viel Zeit braucht es, so etwas zu realisieren?
Sonja Schädler: 40 Jahre? Nein, Scherz beiseite: Zum zweiten Mal in unserer Geschichte, hatten wir über mehrere Monate geschlossen. Baubeginn war am 26.09.2010.
Und letzten Endes ist es so, als wenn Sie sich zu Hause neu einrichten: Bis Alles wirklich Ihren Vorstellungen entspricht, vergeht noch ein halbes Jahr. Zwar wird keiner mehr durch Unzulänglichkeiten belästigt, aber es fehlen noch Pflanzen, manche Kleinigkeiten sind noch nicht 100%ig perfekt. Trotzdem wächst man damit, nimmt Einflüsse auf, gerade von Gästen, und hat am Ende ein homogenes Ganzes. Hier innerhalb kürzester Zeit eine Rosenalp aus der Retorte zu erstellen, war nie das Ziel.
Sonja Schädler: Gestatten Sie mir noch ein paar Worte zum Abschluss?
Unser Team und die Familie sind, wie man so sagt, „Überzeugungstäter“. Wir glauben daran, dass sich unsere Gäste in dem neuen Ambiente wohlfühlen und es annehmen. Ich spüre unserer aller Begeisterung und denke, wir tragen das weiter. Es ist wirklich eine Befriedigung, wenn unsere Leistung - auch durch kleine Gesten - gewürdigt wird. Wir sehen das; und werden dadurch umso mehr angespornt.
Rosenalp-Online-Redaktion: Sonja, ich danke Ihnen herzlich für diese Unterhaltung.







